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Führer zum Stadtteil Cannaregio

 
Eine der Gegenden in Venedig, in dem man noch die ursprünglichen venedische Art zu leben erleben kann ist der Stadtteil Cannaregio. Im Herzen des Stadtteils, rund um das Ghetto und die Fondamenta della Misericordia gibt es zahlreiche authentische Kneipen und Restaurants. Hierher kommen die Venezianer, um eine gute Auswahl an stimmungsvollen Orten zum Essen zu finden.
Das jüdische Ghetto ist wie eine eigene Stadt innerhalb der Stadt und das erste derartige Ghetto überhaupt. Man kann sehen, in welcher Weise hier die jüdische Gemeinde jahrhundertelang wohnte.Einst befand sich hier auch die Giesserei von Venedig, in der das Metall zur Herstellung von Kanonen hergestellt wurde. Einen Besuch wert sind das jüdische Museum sowie die Synagogen.  

Wenn man durch die engen Gassen streift, kommt man am Campo dei Mori mit seinen symbolischen Statuen vorbei.

 

 

 

 

In dessen Nähe befindet sich auch das Haus des Malers Tintoretto und die Kirche der Madonna dell' Orto. Der Name dieser Kirche aus dem 15. Jahrhundert geht zurück auf eine weinende Madonnenstatue, die in der Nähe gefunden wurde und durch die lokale Bevölkerung verehrt wurde.
Im Inneren der Kirche kann man die meisterhaften Gemälde von Tintoretto bewundern, der hier in der rechten Seitenkapelle nahe des Hauptaltars zusammen mit seinen Söhnen begraben wurde.

  Eine weitere sehenswerte Kirche in Cannaregio ist die Santa Maria dei Miracoli. Sie wurde zwischen 1481 und 1489 von Pietro Lombardo erbaut. Die elegante Fassade ist mit verschiedenen Marmorarten verkleidet. Detaileicche Verziehrungen zeigen Blumen und Tiere. Den Abschluss der Fassade bildet der markante halbkreisförmige Giebel.

In der Nähe befindet sich auch die dominikanische Kirche der Heiligen Johannes und Paulus, eine der ältesten Kirchen in Venedig. Vermutlich wurde sie im Jahre 1234 begonnen, 1368 fertiggestellt und 1430 schließlich geweiht. Ihre schlanken runden Formen machen sie zu einem Meisterwerk venezianischer Gothik-Architektur. Angrenzend an die Johannes und Paulus-Kirche bietet die Scuola Grande di San Marco ein hervorragendes Beispiel der Renaissance-Stils. Sie wurde zwischen 1487 und 1496 von Pietro Lombardo und Mauro Conducci erbaut.


Durch Cannaregio verläuft auch die Strada Nuova, Venedigs längste Straße. Sie verbindet den Bahnhof mit der Rialto-Brücke. An dieser Straße befinden sich zahlreiche Geschäfte und Märkte, die auch vor allem von den Einheimischen genutzt werden.

An der Strada Nuova befindet sich auch auch der Cà D’ Oro (“goldenes Haus”), ein berühmter gothischer Palast, dessen Hauptfassade den Canale Grande überblickt. Das Interieur dieses Palastes ist in typischem venezianischen Stil gehalten, mit einem interessanten architektonischen Ausdruck und Gemälden von Mantegna sowie prächtigen Bronzen und Skulpturen aus der Renaissance-Zeit.

 

 

Das Nachtleben von Cannaregio lässt sich in den vielen Kneipen und Restaurants um die Fondamenta della Misericordia entdecken. Die Venezianer lieben es, hier an einem der Kanäle zu sitzen um zu essen und zu trinken. Später kann man dann zum Casanova-Nachtclub am Anfang der Strada Nuova weiterziehen.    
 
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