Dogenpalast
Links der Basilika
San Marco befindet sich der Dogenpalast
oder Palazzo Ducale, ein schönes Beispiel venezianischer
Gotik und eines der bedeutensten Meisterwerke
der Renaissance-Kunst. Ursprünglich wurde er
im 9. Jahrhundert im Stil einer befestigten
Burg erbaut. Seither wurde er dreimal durch
Feuer zerstört. Die heutige Version wurde zwischem
dem 14. und dem 16. Jahrhundert erbaut. In
der venezianischen Geschichte spielte der Palast
stets eine bedeutende Rolle, war er doch der
Sitz der Regierung, der Justizpalast und die
Resident des Dogen (des Herrschers der Stadt).
Der erste Stock des Gebäudes enthielt einst
das Kanzleramt sowie die Büros von Anwälten,
Zensoren und Marineoffizieren. Im zweiten Stock
befanden sich der große Ratssaal, der
Abstimmungssaal und die Wohnung des Dogen.
Im dritten Stock befand sich der Sala del Collegio,
in dem die ausländischen Gesandten empfangen
wurden und Räume die von Regierungsgremien
wie dem “Rat der Zehn” verwendet
wurden. Der Palast enthielt auch die Bussola-Kammer,
in der die Bürger ihre schriftlichen Beschwerden
abgeben durften sowie den Sala dei Tre Capi
und den
Raum des Staatlichen Untersuchungsbeamten.
Der vermutlich beeindruckendste Raum ist der
des Großen Rats (Sala del Maggior Consiglio),
der ursprünglich der Versammlungsort der Gesetzgeber
war. Dieser riesige Saal ist an den Wänden
und der Decke umrahmt mit Gemälden. Eines dieser
Gemälde ist “Das Paradies” von
Tintoretto – das größte Leinwandgemälde der
Welt.
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